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Monatsthema im August: Körper, mentale Gesundheit, Faszien, Atmung, Ernährung, Frauen/ Männergesundheit

  • flowwedemark
  • 13. Aug.
  • 3 Min. Lesezeit
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Hört sich im ersten Augenblick alles nach einzelnen Themen an, nicht wahr?

Und doch gehören sie alle zusammen.

Unser Körper ist nicht von unserer mentalen Gesundheit , unseren Emotionen zu trennen. 

Genauso wenig wie unser Fasziengewebe von unseren Emotionen.

Unserer Atmung, unsere Hormonvorgänge, die Magen - Darm Gesundheit, alle die Vorgänge sind grundlegend von unserer Zugspannungen im Körper abhängig, von unserem regulierten Nervensystem.

 

Warum?

Faszien sind nicht bloß ein Bindegewebe, welche sich durch den gesamten Körper ziehen. Sie sind ein eigenständiges sensorisches Organ, ein Netzwerk, welches unsere Muskeln bishin zur kleinesten Muskelfaser, unsere Organe, miteinander verbindet sowie an jeder einzelnen Bewegung und jeder Emotion beteiligt sind.

Seit einiger Zeit wird das Bewusstsein größer, dass das Nervensystem eine direkte Verbindung zu unseren Faszien hat, sie beeinflusst.

Das Fasziengewebe ist durchzogen von verschiedenen Nervenrezeptoren, welche dem zentralen Nervensystem Rückmeldung über z.B. Druck, Dehnung, Temperatur, Schmerz und Lage im Raum geben.

Außerdem, und das ist der wesentliche Punkt, reagiert dieses Gewebe auf Emotionen.

Unverarbeitete Emotionen, wie Wut, Ärger, Trauer, Enttäuschung, Scham , für die es in dem wesentlichen Moment kein Gegenüber , keine Worte, keine Entladung gegeben hat, bleiben im faszialen Gewebe als Überspannung oder auch Schockenergie genannt, zurück.

 

Der Körper verkrampft, Im Kopf wird es düster, emotionslos, erschöpft.

Die Atmung wird flacher, der Magen schmerzt, der Darm rebelliert, wird zum "Reizdarm".

Der Magen- Darm Trakt wird durch das Ungleichgewicht des Nervensystems ( man kann grob in sympatisches und parasymphatisches Nervensystem unterscheiden )"lahm gelegt".

Der Darm wird "lahm" , die Darmzotten nicht mehr richtig versorgt und somit ist eine Nährstoffaufnahme / verarbeitung nicht vollständig möglich bzw werden Nährstoffe unaufgeschlossen wieder ausgeschieden.

Wichtig zu wissen in diesem Zusammenhang ist, das unser Darm Sitz des etherischen Nervensystemes ist, ein eigenständiges Nervengeflecht, welches sich durch die Darmwand zieht. Das ENS, auch Bauchhirn genannt, kommuniziert mit den Gehirn, beeinflusst das Zentrale Nervensystem , insbesondere die Stimmung und das Immunsystem. 

Eine anspannte Faszienstruktur durch z.B. Schockenergie hat also auch immer Auswirkungen auf dern Darm. 

 

Die Atmung, ein riesiges Thema was schon bei unserem ersten Atemzug kurz nach der Geburt beginnt. Elementar wichtig für alle Stoffwechselprozesse im Körper. 

Bei chronischem Stress ziehen sich die Bronchien zusammen, die faszialen Verbindungen zum Zwerchfell sind angespannt, ein Druck / Engegefühl macht sich breit. Ein Husten oder Räuspern bringt nicht die gewünschte Entlastung, der Blutfluss kann beeinflusst werden.

 

Weiter unten kommen wir zum Unterleib, Beckenboden. Sitz des Ursprungs, Sitz des Geburt. Auch hier laufen unfassbar viele Prozesse zusammen. Beckenbodentraining ist lange Zeit nur nach dem Fokus "Stärkung" und "Kräftigung" betrieben worden, doch häufig ist dieses Gewebe so unter Spannung ( heißt nicht, dass man keine Inkontinenzprobleme haben kann) , dass die komplette Elastizität und Flexibilität abhanden gekommen ist. 

Auch da ist das Thema Gleichgewicht der Spannungen extrem wichtig und der Übergang vom Beckenboden zur Rückenfaszie nicht außer Acht zu lassen.

 

 

Das Nervensystem ist in unserem hektischen Alltag meist im aktivierten "Kampf und Fluchtmodus", oder man hat sich dafür entschieden zu kapitulieren, über sich ergehen zu lassen, nicht mehr fühlen, nicht mehr wahrnehmen ( Freeze Modus ).

Dies ist eine relativ verbreitete Taktik, welche aber meistens nicht dauerhaft oder ohne Schäden funktioniert, da ein wie oben beschriebenes "aktiviertes Nervensystem" aktiven Eingriff auf u.a. das Hormonsystem hat. Stille Entzündungen wandern im Körper, wir kommen in chronische Erschöpfungszustände uvm. Die Liste der Auswirkungen ist lang und so viel komplexer als hier kurz beschrieben. Die Forschung im Nervensystembereich, im Schmerzbereich, setzt sich langsam und stetig fort und doch ist es ein riesiges Feld.

 

Hier beginnt die Arbeit an diesen Prozessen durch:

  • Entladung der Schockenergie im Gewebe durch verschiedene Techniken in Kursen und Einzelsitzungen

  • professionelle Begleitung in Form von Gesprächstherapien

  • durch Lernen in sich rein zu hören durch Yoga und Breath Work

  • den Körper in neue Bewegungsmuster und Emotionen zu führen über verschiedene Kurse wie Tanz, Zumba, Pilates

  • Kinder schon ermutigen ihre Emotionen zu benennen und kreativ zu werden

  • viele weitere Angebote die der mentalen Gesundheit gut tun

 

Dies gilt ebenfalls für Männer und wir sind sehr stolz und glücklich darüber, eine immer größere Anzahl von Männern in unseren Angeboten begrüßen zu dürfen. Denn ganzheitliche Gesundheit geht uns alle an.


Liebe Grüße, Eure Alina 



 
 
 

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